🇩🇪 Die Überfahrt nach Mazatlan mit der LKW-Fähre war unkompliziert und wie erwartet anstrengend. Etwas nervig die „Zollinspektion“ vorm Übersetzen aufs Festland, auf die Fähre mussten wir rückwärts hochfahren. Wir wurden professionell so eng eingeparkt, dass wir Schwierigkeiten hatten aus bzw. ins Auto zu kommen und natürlich war die Nacht laut. Schöne Annäherung an Mazatlan mit erstaunlicher Skyline, ein gewagtes Einparkmanöver der Fähre mit Hilfe von Schleppern gefolgt von einer blitzschnellen Entladung. Leider stehen wir dann im Stau bei der Ausfahrt, ein riesiges Kreuzfahrtschiff entlässt gerade seine Passagiere in die Tagestouren, in einziges Chaos. Wir fahren einen 50km Bogen und stehen dann gegenüber der Fähre am Strand. Wir wollen uns in Ruhe überlegen, wie und wo wir Ostern – Semana Santa – erleben wollen. Ostern in Mexiko ist ein intensives, zweiwöchiges Fest, bestehend aus der Semana Santa (Karwoche) und der Pascua (Osterwoche). Für das stark katholisch geprägte Mexiko, stellt Ostern neben der Weihnachtszeit, das wichtigste Fest des Jahres dar. Im ganzen Land finden bunte Prozessionen und Passionsspiele statt, die den Leidensweg Christi vor der Kreuzigung darstellen. Besonders spektakuläre Inszenierungen werden in Ixtapalapa im Großraum Mexico City, der Silberstadt Taxco, San Cristobal de las Casas und Oaxaca veranstaltet. Bedingt durch die Höhe vom Homey entscheiden wir uns für Taxco mit seinen für Geißelungen berühmten Prozessionen. Real de Catorce ist wegen eines zu niedrigen Tunnels für uns nicht erreichbar. Zunächst erkunden wir Mazatlan zu Fuß, fahren mit der Fussgängerfähre in den Hafen. Von dort durch ein kleines Vorortviertel Richtung Zentrum. Die Galerie Nidart beeindruckt durch Faschingsmasken aus Leder und große schwarze Masken für die Opernsänger (die Geister bei Don Giovanni) – leider unverkäuflich. Von der dt. Tradition zeugt die 1990 gegründete Pacifico-Brauerei. Wir besuchen ein Provinzmuseum mit tollen Keramikfunden und lernen den 2-zeitigen Bestattungsritus kennen, nach der Erdbestattung werden die Knochen später in einer Urne nochmals beerdigt. Leider sind keine Klippenspringer aktiv, wir nehmen ein Tuktuk zur Fähre auf die Isla Piedra und laufen am Strand entlang zurück zum Campingplatz. Über Tepic, Ixtlán del Rio geht’s weiter nach Tequila.
Unsere erste mexikanische Ausgrabungsstätte ist Ixtlán del Rio mit vielen querrechteckigen Gebäude mit Pfeilerfront und Tempelanlagen. In Tequila ist die Destillerie Puntual etwas schwer zu finden. Die Führung durch José ist es aber wert. Wir erfahren alles über die Herstellung von Tequila und seine verschiedenen Qualitäten. Der Rohstoff für Tequila darf ausschließlich aus der blauen Weber-Agave hergestellt werden. Durchschnittlich dauert es acht bis neun Jahre, bis eine Agave geerntet werden kann. Das Innere der Agave, Herz oder auch Piña genannt, wird in Öfen zwischen 60 und 85 °C für 24 bis 36 Stunden unter Dampf gegart. Meistens werden Autoklaven genutzt, worin unter Druck und mit heißem Dampf die Agaven zwischen 8 und 14 Stunden verbleiben. Dadurch wird der Zucker in Einfachzuckerumgewandelt. Nach dem Kochen kühlen die Agaven ab und werden dann zerkleinert und ausgepresst. Unter Zugabe von Hefe fermentiert die Masse abhängig von Jahreszeit und Temperatur bis zu 12 Tage, mittels moderner Chemie jedoch oftmals nur noch 24 Stunden. Der Zucker wird in Alkohol umgewandelt, etwa 5 % – 7 %, und die Hefe stirbt ab. Danach findet eine zweifache Destillation statt, selten auch eine dritte, entweder in traditionellen Kupferbehältern oder modernen Stahltanks. Die Destillation dauert zwischen vier und acht Stunden. Das Ergebnis ist ein völlig klarer Tequila. Für „echten“ Tequila verwendet man übrigens keine Hefen, sondern das Bakterium Zymomonas mobilis. Tequila ist damit eine Besonderheit. Bei echtem Tequila gibt es auch keine unangenehmen Nachwirkungen nach dem Genuss am nächsten Morgen. Wir hatten keine Kopfschmerzen und genießen dem Spaziergang durch die quirlige Stadt zusammen mit Marco & Sabine am nächsten Tag. Alle Heiligenfiguren sind mit lilafarbenen Tüchern verhüllt (Karwoche). Der Lago Chatitlan mit Udos Biergarten ist unser Tagesziel, dumm nur dass wir eine Abzweigung verpassen und zwangsweise die nördliche Seeumfahrung nehmen müssen. Sehr eng und Glück, dass wir keine der tiefhängenden Leitungen kappen. Wir genießen den Streuselkuchen, das selbstgemachte Brot und die schöne Aussicht über den See, abends das Feuerwerk am anderen Ufer.
Am nächsten Tag stoßen nochmals Marco & Sabine dazu. Leider sehr windig und wenig Sonne, abends ein unkontrolliertes Feuer ganz in der Nähe und niemand kümmert es. Am nächsten Tag ist der Parque El Ocotal unser Ziel. Wir stehen neben einem kleinen Zoo und Wolfsaufzuchtstation auf 2750m, im Park aktuell ein großes Oster-Pfadfinder-Lager. Wir gönnen uns einen ruhigen Tag mit Besuch des traurigen Zoo und müssen feststellen, dass unsere Heizung nicht funktioniert und die Chipstüten ob der Höhe aufgeplatzt sind. Pünktlich zum ersten Prozessionstag (Mittwoch) sind wir in der Silberbergwerksstadt Taxco, unserem Ziel für die nächsten Tage. Schon auf dem Weg müssen wir über 2.900m, Taxco selbst ist unglaublich steil und eng. Hier finden quasi den letzten Stellplatz auf einem Hotelparkplatz gegenüber der eigentlichen Stadt, bei der Hochfahrt würgt es uns 2x den Motor ab (steiles, enges Kopfsteinpflaster). Wir nehmen eines der weißen Käfertaxis und bewundern den Fahrer, wie er sich durch engste Gassen unbeschadet durchschlägt. Alles super steil, sehr eng, sehr verwinkelt – alleine Mitfahren ist Stress pur. Die Stadt selbst schön wie es für ein Pueblo Magico zu erwarten ist. Myriaden von Straßenverkäufern bewegen sich durch die weiß-rote Stadt. Trommeln, Weihrauch, daneben umtriebige Straßenverkäufer mit ihren Werberufen. Es wird voller, wir ergattern einen guten Platz auf einer Treppe bei der Kirche Santisima Trinidad und um 21.50 Uhr geht es los. Christus- und Heiligenfiguren in großen Blumengebinden auf schweren Tragen. Immer wieder müssen die tiefhängenden Kabel zum Passieren angehoben werden. Flagellanten geißeln sich blutig, gebückte Büßer schlurfen in Ketten, andere schultern große stachelige Bündel.
Diese Personen werden umschwärmt von Helfern, die den Weg weisen, die Geißeln desinfizieren und beim Halt der Prozession helfen, die Lasten zu tragen. Pro Schrein eine Musik-Kapelle und vorneweg weißgewandede Kinder mit Engelsflügel, denen beim Stopp kleine Plastikstühlchen hingestellt werden und die sofort das Handy zücken und daddeln. Eine extreme Mischung von tiefer Religiosität und Jahrmarktstrubel. Wir kehren nach Mitternacht dem Ganzen den Rücken und ergattern ein Käfertaxi zurück zu unserem Stellplatz auf dem Montetaxco. In der schwülen, diesigen Nacht verarbeiten wir das Gesehene. Insgesamt war es auf unserem Stellplatz ruhiger als befürchtet. Wir wollen ursprünglich mit der Seilbahn in die Stadt schweben, doch angesichts der Preisvorstellungen und dem Umstand, immer ein Hin- und Rückticket kaufen zu müssen, nehmen wir doch lieber ein Käfertaxi. In der Stadt deutlich mehr los, wir können heute die Hauptkirche von Taxco [Santa Prisca und San Sebastián (meist nur Santa Prisca genannt)] besichtigen, genießen am Zócalo unser Eis, sehen wie eine Christus-Figur mit großem Kreuz von „römischen Soldaten“ geführt aus der Vorhalle von Santa Prisca seine Prozession zum großen Kreuz über der Stadt beginnt. In unserer Kirche von gestern sind heute nur Christusfiguren auf ihren reich geschmückten Tragen zu sehen. Insgesamt deutlich mehr Leute heute am Gründonnerstag unterwegs als gestern. Auf der Suche nach einem Geldautomaten geraden wir in die Marktstätte, quasi ein ganz eigenes Viertel. Abends füllen sich die Straßen, wir stehen unweit von gestern. Heute beginnt die Prozession bei uns. Von 3 Straßenabschnitten beginnen sich alle zu einem Zug zu formatieren, der nur schwerfällig sich fortbewegt. Immer wieder stockt der Marsch wegen der Geißelungen, dem Anheben der Leitungen. Wieder am beeindruckendstem das Schlurfen der gebückten Büßer in Fußketten und natürlich die Flagellaten mit ihren desinfizierten Geißeln. Um Mitternacht haben wir genug und schaffen es wieder, ein Käfertaxi zur Fahrt auf den Montetaxco zu finden. Am nächsten Morgen beschließen wir, von einem weiteren Besuch Taxcos abzusehen und fahren mit großem Respekt in der Untersetzung langsam den Montetaxco runter. Letztlich ging es sogar viel besser wie befürchtet, aber das Herz klopfte schon ganz schön bis zum Hals. Eigentlich wollten wir nur 30km zum NP Cacahuamilpa fahren und die dortigen Höhlen, mysteriösen Tunnel und Grotten von Cacahuamilpa erkunden. Der Parkplatz war jedoch übervoll, sodass wir nach Xochicalco weiterfahren. Leider erlaubt uns das Museum nicht, auf dem Parkplatz über Nacht zu stehen und verweist uns auf eine Ecotourismo-Einrichtung wenige Kilometer weiter. Dort sieht alles verlassen und leer aus, wir bleiben trotzdem stehen. Mit der Dunkelheit tauchen ein paar Motorräder auf, die offenbar in den ehemaligen Gästehäusern übernachten. Sie rufen den Chef an, der kommt vorbei und nach gegenseitiger Vorstellung dürfen wir stehen bleiben. Die Motorradfahrer werden für unsere Sicherheit sorgen. Dem ist auch so, wir schlafen gut und verschwinden zur abgemachten Zeit, natürlich nicht ohne Bakschisch an unsere Wärter/Wächter.
Xochicalco besteht aus einem großen Bereich mit zeremoniellen Bauten und Wohnkomplexen der Oberschicht auf einem natürlichen Hügel mit künstlich terrassierten Abhängen und einer den gesamten Hügel umgebenden Befestigungsmauer mit komplexen Toreingängen. Die Bauten auf den obersten beiden Terrassen wurden seit den 1990er Jahren ausgegraben, gesichert und restauriert. Die Struktur von Xochicalco ist geprägt von großen Plätzen, die meist von Zeremonialbauten begrenzt sind, und gemauerten Straßen. Die frühesten Besiedlungsspuren reichen bis 200 v. Chr. zurück, die bedeutendste Architektur entstand zwischen 700 und 900. Zur Blütezeit lebten dort möglicherweise bis zu 20.000 Menschen. Unsere erste mexikanische Ausgrabungsstätte, wirklich sehr beeindruckend und wenig besucht obwohl auch Weltkulturerbe. Besonders herausragend die Pyramide der gefiederten Schlange, der Bau wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Leopoldo Batres komplett freigelegt und konsolidiert. Er besteht aus zwei übereinander angeordneten Baukörpern. Der untere ist vollständig erhalten, die Fassade weist einen höheren geböschten Teil (Talus) auf. Es ist dieser Teil, der an allen Seiten mit insgesamt acht gewundenen gefiederten Schlangen in einem erhabenen Steinrelief geschmückt ist. Zwischen den Windungen befinden sich Darstellungen sitzender Personen mit elaboriertem Kopfschmuck und Sprache andeutender Volute vor dem Gesicht oder kalendarische Zeichen mit Zahlenkoeffizienten im Balken-Punkt-System. Aus den Zeichen steigt eine hohe Rauchfahne auf. Daneben finden sich 3 Ballspielplätze, ein Observatorium und viele weitere Tempelanlagen. Wir sind sehr beeindruckt, das angegliederte Museum ist leider ohne engl. Texterklärungen.
Wir beschließen noch nach Tepoztlan zu fahren. An den Schnellstraßen werden überall Blumensträuße angeboten, das Verkehrsaufkommen ging noch. Wir finden einen günstigen und grünen Platz auf dem EKKE Hostel- & Campground, wenngleich Hippie-Vibes über den Platz wabern.
Die eigentliche Sehenswürdigkeit ist eine zerfallene Pyramide, zu der man 450m aufsteigen muss. Der Weg scheint nach Regenfällen schwierig geworden zu sein, wir verzichten auf die Kletterei und verbringen den Ostersonntag auf der zweiten Sehenswürdigkeit – dem Markt im Stadtzentrum. Auf dem Markt vor und neben der Kathedrale werden außer regionalen Speisen und Getränken auch Heilpflanzen und Heilfrüchte angeboten, für die Tepoztlán bekannt ist und die zum größten Teil von indianischen Naturheilern (Curanderos) direkt vor Ort angewandt werden. Ferner begegnet uns hier das erste der Weltkulturerbeklöstern aus dem 16 Jhdt. rund um den Popocatepetl. Auf der Suche nach Obst und Gemüse kommen wir auf dem Zocalo in den Genuß einer Darbietung verschiedener Bands und Gruppen, die sich bunt kostümiert haben, vor allem Masken mit nach vorne gebogenen Spitzbärten. Zu den Rhythmen der Bands fangen die Chinelos wippend zu tanzen an, daneben Feuerwerk und Bengalos/Rauchfackeln. Die Masken wurden ursprünglich entwickelt, um sich über die europäischen Eroberer lustig zu machen. Sie zeichnen sich durch helle Haut, blaue Augen und einen markanten Bart aus, oft handgefertigt aus Holz oder Leder.
(72202 km, 05. April 2026)
🇬🇧 The crossing to Mazatlán on the truck ferry was straightforward but, as expected, exhausting. The “customs inspection” before boarding the ferry was a bit of a hassle; we had to back up onto the ferry. We were parked so tightly that we had trouble getting in and out of the car, and of course, it was noisy at night. A beautiful approach to Mazatlán with an amazing skyline, a daring docking maneuver by the ferry with the help of tugs, followed by lightning-fast unloading. Unfortunately, we then get stuck in traffic at the exit; a huge cruise ship is just disembarking its passengers for day tours, creating utter chaos. We take a 50-kilometer detour and end up on the beach across from the ferry. We want to take our time deciding how and where we want to experience Easter—Semana Santa. Easter in Mexico is an intense, two-week celebration consisting of Semana Santa (Holy Week) and Pascua (Easter Week). For Mexico, a strongly Catholic country, Easter is the most important festival of the year alongside the Christmas season. Colorful processions and Passion plays take place throughout the country, depicting Christ’s suffering before the crucifixion. Particularly spectacular productions are held in Ixtapalapa in the Mexico City metropolitan area, the silver city of Taxco, San Cristóbal de las Casas, and Oaxaca. Due to the altitude of the Homey, we decide on Taxco with its processions famous for their flagellations. Real de Catorce is inaccessible to us because of a tunnel that’s too low. First, we explore Mazatlán on foot and take the pedestrian ferry to the harbor. From there, we walk through a small suburban neighborhood toward the center. The Nidart Gallery impresses with leather carnival masks and large black masks for opera singers (the spirits in Don Giovanni)—unfortunately not for sale. The Pacifico Brewery, founded in 1990, bears witness to German tradition. We visit a provincial museum with amazing ceramic finds and learn about the two-stage burial rite: after the initial burial, the bones are later reburied in an urn. Unfortunately, there are no cliff divers active, so we take a tuk-tuk to the ferry to Isla Piedra and walk back along the beach to the campground. Via Tepic and Ixtlán del Río, we continue on to Tequila.
Our first Mexican archaeological site is Ixtlán del Río, which features many rectangular buildings with columned facades and temple complexes. In Tequila, the Puntual distillery is a bit hard to find, but the tour led by José is well worth it. We learn all about the production of tequila and its various grades. The raw material for tequila must come exclusively from the blue Weber agave. On average, it takes eight to nine years before an agave can be harvested. The interior of the agave, known as the heart or piña, is steamed in ovens at temperatures between 60 and 85 °C for 24 to 36 hours. Autoclaves are usually used, in which the agaves remain under pressure and with hot steam for between 8 and 14 hours. This converts the sugar into simple sugars. After cooking, the agaves cool down and are then crushed and pressed. With the addition of yeast, the mixture ferments for up to 12 days, depending on the season and temperature; however, thanks to modern chemistry, this often takes only 24 hours. The sugar is converted into alcohol, about 5%–7%, and the yeast dies off. This is followed by a double distillation, and rarely a third, either in traditional copper vessels or modern steel tanks. The distillation takes between four and eight hours. The result is a completely clear tequila. Incidentally, “real” tequila does not use yeast, but rather the bacterium Zymomonas mobilis. This makes tequila unique. With real tequila, there are also no unpleasant aftereffects the next morning after drinking. We had no headaches and enjoyed a walk through the bustling city together with Marco & Sabine the next day. All the statues of saints are draped in purple cloths (Holy Week). Lake Chatitlan with Udo’s beer garden is our destination for the day; it’s just a shame that we miss a turn and are forced to take the northern route around the lake. It’s very narrow, and we’re lucky not to snag any of the low-hanging power lines. We enjoy the crumb cake, the homemade bread, and the beautiful view over the lake, and in the evening, the fireworks on the other shore.
The next day, Marco and Sabine join us again. Unfortunately, it’s very windy and there’s little sun; in the evening, there’s an out-of-control fire nearby, and nobody seems to care. The next day, our destination is Parque El Ocotal. We’re parked next to a small zoo and a wolf breeding station at 2,750 meters; there’s currently a large Easter Scout camp in the park. We treat ourselves to a quiet day visiting the sad little zoo and discover that our heater isn’t working and the chip bags have burst open due to the altitude. Just in time for the first day of the procession (Wednesday), we arrive in the silver mining town of Taxco, our destination for the next few days. Even on the way there, we have to climb over 2,900 meters; Taxco itself is incredibly steep and narrow. Here we find what is practically the last parking spot in a hotel lot across from the actual town; on the drive up, the engine stalls twice (steep, narrow cobblestones). We take one of the white Beetle taxis and admire the driver as he navigates the narrowest alleys unscathed. Everything is super steep, very narrow, very winding—just riding along is pure stress. The town itself is as beautiful as one would expect from a Pueblo Mágico. Myriads of street vendors move through the white-and-red town. Drums, incense, and bustling street vendors with their sales pitches. It’s getting crowded; we snag a good spot on a staircase near the Church of Santísima Trinidad, and at 9:50 p.m. it begins. Figures of Christ and the saints in large floral arrangements on heavy litters. Again and again, the low-hanging cables must be lifted to allow passage. Flagellants whip themselves until they bleed, stooped penitents shuffle along in chains, and others shoulder large, spiky bundles. These people are surrounded by helpers who show them the way, disinfect the whips, and assist in carrying the loads when the procession stops. Each shrine is accompanied by a band, and leading the way are children dressed in white with angel wings; when the procession stops, small plastic chairs are placed for them, and they immediately pull out their cell phones and start playing games. An extreme mix of deep religiosity and carnival bustle. After midnight, we turn our backs on it all and snag a Beetle taxi back to our parking spot on Montetaxco. In the muggy, hazy night, we process what we’ve seen. Overall, it was quieter at our parking spot than we’d feared. We originally planned to take the cable car into town, but given the prices and the fact that you always have to buy a round-trip ticket, we decide to take a Beetle taxi instead. There’s significantly more going on in the city; today we visit Taxco’s main church [Santa Prisca and San Sebastián (usually just called Santa Prisca)], enjoy our ice cream at the Zócalo, and watch as a figure of Christ carrying a large cross, led by “Roman soldiers,” begins its procession from the vestibule of Santa Prisca toward the large cross overlooking the city. In the church we visited yesterday, today we see only figures of Christ on their richly decorated litters. Overall, there are significantly more people out and about today on Holy Thursday than yesterday. While searching for an ATM, we end up in the market area, practically a neighborhood of its own. In the evening, the streets fill up; we’re standing not far from where we were yesterday. Today the procession begins here. From three different street sections, everyone begins to form a procession that moves only sluggishly. Again and again, the march stalls because of the flagellations and the raising of the processional banners. Once again, the most impressive sight is the shuffling of the stooped penitents in leg irons and, of course, the flagellants with their disinfected whips. By midnight, we’ve had enough and manage to find a Beetle taxi again for the ride up Montetaxco. The next morning, we decide to skip another visit to Taxco and drive slowly down Montetaxco in low gear with great respect. In the end, it went much better than feared, but my heart was already pounding up to my throat. We had actually only planned to drive 30 km to Cacahuamilpa National Park and explore the caves, mysterious tunnels, and grottoes there. However, the parking lot was completely full, so we drove on to Xochicalco. Unfortunately, the museum wouldn’t let us stay overnight in the parking lot and directed us to an ecotourism facility a few kilometers further on. Everything there looks deserted and empty, but we stay anyway. As darkness falls, a few motorcycles show up; their riders are apparently staying in the former guesthouses. They call the boss, who comes over, and after introducing ourselves to each other, we’re allowed to stay. The motorcyclists will ensure our safety. And so it is—we sleep well and leave at the agreed-upon time, naturally not without tipping our guards.
Xochicalco consists of a large area with ceremonial structures and residential complexes of the upper class on a natural hill with artificially terraced slopes and a fortification wall surrounding the entire hill with complex gateways. The structures on the top two terraces have been excavated, secured, and restored since the 1990s. The layout of Xochicalco is characterized by large plazas, mostly bordered by ceremonial buildings, and paved streets. The earliest traces of settlement date back to 200 B.C., while the most significant architecture was built between 700 and 900. At its peak, up to 20,000 people may have lived there. Our first Mexican archaeological site—truly impressive and rarely visited, even though it is a World Heritage Site. Particularly outstanding is the Pyramid of the Feathered Serpent, which was completely excavated and stabilized by Leopoldo Batres in the early 20th century. It consists of two structures built one on top of the other. The lower one is completely preserved; the façade features a higher, sloping section (talus). It is this section that is adorned on all sides with a total of eight coiled feathered serpents in a raised stone relief. Between the coils are depictions of seated figures with elaborate headdresses and volutes suggesting speech in front of their faces, or calendrical symbols with numerical coefficients in the bar-dot system. A tall plume of smoke rises from the symbols. Nearby are three ball courts, an observatory, and many other temple complexes. We are very impressed; unfortunately, the attached museum has no English explanatory texts.
We decide to drive on to Tepoztlan. Bouquets of flowers are being sold everywhere along the highways, and the traffic wasn’t too bad. We find an affordable and green spot at the EKKE Hostel & Campground, though hippie vibes waft over the place.
The main attraction is a crumbling pyramid, which requires a 450-meter climb. The path seems to have become difficult after the rain, so we skip the climb and spend Easter Sunday at the second attraction—the market in the city center. At the market in front of and next to the cathedral, in addition to regional foods and drinks, medicinal plants and fruits are also offered—for which Tepoztlán is known—and which are mostly used by indigenous healers (curanderos) right there on the spot. Here we also encounter the first of the 16th-century World Heritage monasteries surrounding Popocatepetl. While searching for fruits and vegetables, we enjoy a performance by various bands and groups on the Zócalo, all dressed in colorful costumes, particularly masks featuring pointed beards curving forward. To the rhythms of the bands, the Chinelos begin to dance, bobbing up and down, accompanied by fireworks and flares. The masks were originally created to mock the European conquerors. They are characterized by pale skin, blue eyes, and a distinctive beard, often handcrafted from wood or leather.
(72202 km, April 5, 2026)


