6. Dezember 2025

🇩🇪 Fairbanks empfängt uns mit Regen, der empfohlene Stellplatz ist mittlerweile mit „Camping verboten – Schildern“ versehen, kurzerhand nächtigen wir auf dem riesigen Parkplatz des Baseballstadions.

In Lowe‘s Baumarkt suchen wir nach einer Lösung für unsere ausgebrochene Treppe zum Alkoven. Kevin T. berät uns kompetent und nett. Er ist echt an der Lösung des Problems interessiert und bietet an, wenn wir mit unseren Bordmitteln nicht zurecht kommen, dürften wir ihn gerne anrufen. Er ist als Senior in Teilzeit angestellt, davor war er an der Uni im psychosozialen Coaching tätig und früher u.a. als Musher mit eigenen Hunden bei Rennen unterwegs. Wir gewinnen den Eindruck, er löst nicht nur unser Problem, sondern ist der Mann, den alle anderen Angestellten fragen, wenn es Not tut. Danke nochmals Kevin, daß Du Dir soviel Zeit für uns genommen hast. Wir parken um vor die Wäscherei und machen große Wäsche, gleichzeitig reparieren wir die Treppe, zeitaufwendig und mit Bordmitteln mühsam, aber sehr erfolgreich. Wir sind stolz auf uns.

Der nächste Tag ist dem Museum of the North gewidmet, das sich auf dem großzügigen Campus der Universität am NW-Stadtrand befindet und uns beeindruckt. Leider ist der „Magic-Bus“ noch im Status der Restaurierung und noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Wir nehmen den Dalton Hwy in Angriff bei Regen, tw. auch Schnee – im Nachhinein ein großer Fehler, die Regenzeit unterschätzt bzw. nicht beachtet und bewertet zu haben. Uns zieht es nordwärts dem Polarmeer entgegen. Die Alaska-Pipeline wird unser ständiger Begleiter. Im Yukon Camp tanken wir nochmals voll und blättern interessiert in der Broschüre, die zeigt was passiert, wenn sich Bären (2005) zum Winterschlaf in der Gaststätte einfinden. Sie sind durch ein schlecht gesichertes Fenster eingebrochen und haben die Einrichtung auf der Suche nach Nahrung ziemlich zerstört – nachdem sie beim Betreten des Gebäudes gesehen wurden, hat ein Jäger das Gebäude durchsucht und kurzen Prozess gemacht. Am Finger Rock nutzen wir die Regenpause zu einem netten, kleinen Trail. Schöne Aussicht bei Gobblers Knob. Es wird landschaftlich interessanter und gebirgiger – leider nur 2 Tiere (Hasen☹️) gesehen. In Coldfoot zum letzten mal Tanken vor Deadhorse.

Am nächsten Morgen tiefe Wolken, Nieselregen, die Straße wird schlechter. Dagegen tolle Farben der niedrigen Vegetation auch ohne Sonnenschein. Um wieviel schöner es mit Sonne wäre, können wir uns gut vorstellen. Bergketten begleiten uns, mal näher, später ferner. Die Pipeline ist natürlich immer neben der Straße zu finden.

Der Atigun Pass (1.444 m) ist die Wasserscheide zwischen dem arktischen Ozean und dem Yukon-Flusssystem. Direkt am Pass teilt sich das Wasser in zwei komplett unterschiedliche Entwässerungsgebiete: 

Südseite = Atigun River → Sagavanirktok River → Arktischer Ozean; Nordseite = Dietrich River → Koyukuk River → Yukon River → Beringmeer

DerAtigun Pass fordert uns, es wird nebliger und regnet zunehmend, die Straße versinkt im Matsch, der Sagavanirktok-River (Sag) begleitet uns nun rechtsseitig bis Prudhoe Bay. Auf einem Stück mit scharfkantigen Steinen erwischt es uns, ein kindsfaustgroßer Stein bohrt sich hinten links in den Reifen: unser erster Platten. Es ist kalt, es regnet, wir lösen die Hülle des Ersatzreifens, suchen das notwendige Werkzeug. Alles, was man anfasst, ist nass und dreckig, und wir mühen uns, den Homey hochzubocken. 

Ein Paar Caribou-Jäger hält und hilft: Floyd aus Fairbanks und Heather aus Anchorage. V.a. Heather ist voll bei der Sache und handwerklich sehr geschickt: „First I‘ll put my dirt cloth on“, „I‘m a [tough] Alaskan Girl [!!]“ – sie hat extra für diesen Jagdtrip einen neuen Wagenheber gekauft, der nun unseren genial ergänzt. Nicht zu vergessen, das LED-Warnleuchten-Set zur Absicherung. Sie helfen uns selbstlos ganz toll. Nochmals ganz lieben Dank für Eure Hilfe an dieser Stelle.

Insgesamt mehr als 2 Std, bis wir wieder rollen. Natürlich die nassen Klamotten ausziehen, Tee trinken gegen die innere Kälte zum Aufwärmen. Wir fahren aus der Piste noch raus bis zur berühmten „echt guten“ Teerstraße und machen Schluß für den Tag. Ein Gin-Tonic a la Magni (…make it strong!) hilft das Erlebte zu verarbeiten.

Überall der Straße entlang stehen seitlich Autos und Zelte, Caribou-Jäger; hier neben der Pipeline darf nicht mit einem Gewehr geschossen werden, es sind alles Bogenschützen, die 700 US $ zahlen müssen für die Erlaubnis, einen Bock zu erlegen. Zahlen und nicht wissen, ob ihnen das Jagdglück hold sein wird. Weibliche Caribous dürfen nur von Einheimischen erlegt werden. Bei manchen Zelten stehen auch Gestelle mit ausgeweideten Tieren, das Fleisch ist offensichtlich zum Trocknen aufgehängt und durch elektrische Bärenschutzzäune geschützt. Dies erklärt auch, warum wir bislang Caribous nur ganz in der Ferne gesehen haben.

Morgens Schneeregen und tiefe Wolkendecke. Gut 30km vor Deadhorse steht plötzlich eine Herde Moschusochsen neben der Straße. In Deadhorse angekommen kümmern wir uns zunächst um den „Arctic-Shuttle“. Hierzu ist eine Sicherheitsüberprüfung nötig unter Einbeziehung unserer Reisedokumente, sodass wir frühestens am nächsten Tag ins Sperrgebiet dürfen. Man darf Badesachen mitnehmen auf die Tour, Handtücher werden vom Veranstalter gestellt. Wir lassen zwei Gebäude weiter unseren frisch montierten Reifen in die richtige Laufrichtung drehen und wechseln gleichzeitig die neuen Reifen auf die Vorderachse. Leider findet sich kein Ersatzreifen für unseren demolierten. Ansonsten ist Deadhorse eine Arbeitsstation mit Funktions- und Industrieanlagen. Alkohol ist verboten. Bargeldlos läuft alles hier ab. Alle hier arbeitenden Menschen werden im 2-3w Rythmus getauscht und ausgeflogen. Wir tanken den bisher teuersten Diesel in den USA (7,80 $/Gal). Zurück bei der Sicherheitsüberprüfung erfahren wir, dass der Dalton Hwy  aktuell geschlossen wurde wegen massiver Straßenschäden infolge des Regens. Es wird mit Hochdruck an der Straßenwiederherstellung gearbeitet, da die Materialversorgung von Deadhorse und Prudhoe Bay davon abhängig ist. Wir ziehen uns auf eine verkehrsberuhigte Stelle am Fluß zurück, sind aber den ganzen Tag und Nacht dem Lärm der Retarder der vorbeifahrenden schweren LKWs ausgesetzt.

Wir starten um 6h00 zur angesetzten Tour um 6h30, um dann mitgeteilt zu bekommen, dass diese Tour wegen Nichteintreffen der Gruppe (Straßensperrung) mit der um 8h30 zusammen gelegt wird. Also nochmals ein Power-NAP im Homey, bevor es wirklich los geht. Wieder Einsammeln der Pässe und auf geht’s ins Sperrgebiet um Prudhoe Bay. Die Überprüfung der Pässe nimmt geraume Zeit in Anspruch. Im Winter ist hier deutlich mehr Betrieb, da die gefrorenen Straßen besser genutzt werden können. Sanddünen werden von Bären und Füchsen genutzt. Am Strand viel Treibholz vom Mackenzie River. Uns ist es für ein Bad zu kalt, tapfer stehen wir wenigstens mit den Füßen im Polarmeer 🥶

In den 80er Jahren kurz nach der Fertigstellung der Pipeline wurden bis zu 2,1 Mio Barrel Öl tgl. transportiert, heute sind es noch gute 350 Tsd Barrel, Tendenz steigend durch die Erlaubnis zum Fracken unter Präsident Trump. Pipeline und Equipment stammen größtenteils aus den 80er Jahren. Wir kurven um die Fördereinrichtungen, werden von der Security angehalten und bekommen den Hinweis auf einen freilaufenden Grizzly, den wir aber letztendlich nicht zu Gesicht bekommen.

Um 11h00 sind wir wieder zurück und beschließen gleich südwärts zu fahren. Sehen wieder die Moschusochsenherde, die sandigen Cliffs des Sag-Rivers, die Caribous in der Ferne und die Jäger mit ihren Bogen, die ihnen nachstellen. Wir werden öfters wegen Oversized-Transporter von ihren Pilotfahrzeugen zur Seite gewunken. Später setzt Schneeregen ein. Wir vernehmen ein komisches Geräusch wahr und brauchen ziemlich lange es zu lokalisieren: vorne rechts. Die Bremsen fühlen sich sehr heiß an, wir halten ungeplant und früher als gedacht kurz nach dem Atigunpass an.

Am nächsten Tag reichlich Regen, wir spülen die Bremsen, um ggf. Sand oder kleine Steinchen auszuspülen. Kurz nach dem Start springt ein kleiner Bär vor uns über die Straße. Nach wenigen Kilometern ist das Geräusch wieder da, eindeutig rechtes Vorderrad, alle Bremsen sind kalt. Wir nutzen eine ehemalige Kiesgrube als Stellplatz und inspizieren den Reifen. Die Gelenkmanschette bzw. die Manschette der Antriebswelle ist defekt und alles ist zugesetzt mit Schlamm und Dreck. Kurzentschlossen trampe ich nach Coldfoot, um mich bei der dortigen Tank- und Servicestation zu beraten und Schmiermittel zu besorgen. Ein Paar Cariboujäger nimmt mich sofort mit. In Coldfoot gibt es kein „grease“ und die Werkstatt kann mehr oder weniger nur Reifen. Man rät uns zum Abschleppen. Ein Pilotcar für Oversized Transporte nimmt mich wieder mit zurück. Jetzt erlebe ich, warum die Räumung der Straße so wichtig ist, damit der schwere LKW mit seiner überlangen oder/und überbreiten Fracht ungestört um die Kurven fahren kann. Nach knapp 3h bin ich wieder beim Homey. Wir beraten unser weiteres Vorgehen. Nach Telefonaten mit diversen Freunden (Michael S., Jürgen L. und Jerry H.) haben wir einen Plan. Wir werden das Gelenk reinigen, fetten und mit einer provisorischen Manschette verschließen. 

Am nächsten Tag bestärkt uns eine Email von unserem Ivecohändler in OG und Jan H. meldet sich überraschend und bestätigt unser Vorhaben. Wir halten alle vorbeifahrenden Trucks an und fragen nach Fett. Kurze Zeit später sind wir im Besitz einer 3/4 gefüllten Kartusche, jeder Trucker hat sofort gehalten und war bereit uns zu helfen, von Bruce stammt die angefangene Patrone. Wir bocken den Homey auf und reinigen und reinigen wiederholt, dann bringen wir eine große Menge Fett ein. Alles passiert im Regen und Kälte, dann wieder Schneegraupel. Wir können die Manschette nicht wieder fixieren. Um 19h00 hören wir durchgefroren auf. Alles ist nass und dreckig trotz Ölzeug und Regenhose. 

Am nächsten Morgen sind die Berge mit Schnee bedeckt und es regnet. Aus Zipbeuteln und Panzertape basteln wir eine neue provisorische Manschette, die wir so gut es geht befestigen, die Kälte ist nicht gerade hilfreich, das Tape zum verschließen will gar nicht richtig kleben. Jerry gib uns nach Fotoinspektion ein Daumen hoch. Wir räumen und wärmen uns auf. Gegen 16h30 fahren wir vorsichtig weiter durch eine tolle Landschaft. Der Dalton-Hwy ist völlig aufgeweicht und voller Schlaglöcher. Wir schaffen 153 km ohne Geräusche und übernachten bei Gobblers Knob, zuvor noch in Coldfoot getankt und Wasser gefaßt. Wir beobachten einen riesigen Wolf, der uns bei Überqueren nicht aus den Augen läßt, majestätisch schreitet er über die Straße und verschwindet wieder in der Landschaft. Weiterhin Regen am nächsten Morgen. Gegen 10h00 wird es weniger und nun zeigt sich der Herbst mit seinen tollen Farben, wunderschöne Landschaft. Ein großer Grizzly quert zügig vor uns die Straße. Der Beaver Slide ist mit seinem langen matschigen Aufstieg fast nicht zu schaffen und fordert den Homey extrem. Kurze Zeit später rechts ein lautes Geräusch und ein Schlag, der Vorderreifen steht schräg, an ein Weiterfahren ist nicht zu denken, ein Kugellager ist gebrochen. 47 km vor der Teerstraße hat es uns richtig erwischt, wenigstens an einer breitgenugen Stelle, dass auch Oversized Transporte passieren können. Wir müssen uns abschleppen lassen. 

Den Feiertag nutzen wir um die Situation zu durchdenken, wir erinnern uns an Markus Gruse von Offroads-Motorhomes. Er und sein Partner Yannick Scholz werden unsere wichtigsten Ansprechpartner für die nächsten Tage neben Richard Derry, dem Chef von Trailer Craft Fairbanks. Derry unterstützt uns vor Ort mit der Erlaubnis, dass wir im Homey Leben dürfen, stellt uns Strom und Wasser kostenlos zu Verfügung, selbstverständlich dürfen wir auch die Toiletten zu Geschäftszeiten nutzen. Die  Eingrenzung der Ersatzteile ist schwierig, letztlich bündelt Yannick ein Paket im Sinne, dass nicht ein fehlendes Teil alles scheitern läßt. Unsere ital. militärische Version macht es nicht leichter, teilweise sind die als vorhanden gelisteten Ersatzteile nicht im Iveco-Zentrallager zu finden. Markus übertrifft sich selbst und wird beim portugiesischem Militär fündig; er schafft es dann auch noch, dass die Teile zu ihm geschickt werden. Es passiert ganz viel, nur vor Ort nicht. Jeden Tag kommen wir in den äußerlich völlig verdreckten Homey mit seinem querhängendem rechten Vorderrad zurück, unser Nervenkostüm ist nicht das Beste, entsprechend angespannt die Stimmung. Kevin besucht uns und bringt selbstgefangenen Fisch und selbstgebackenem Zucchinikuchen mit Zimt, echt lecker. Vielen Dank, auch für die tröstenden Worte. Besser wird es, als wir uns einen Mietwagen nehmen und beginnen, Fairbanks und die Umgebung zu erkunden. Der Farmersmarkt am Samstag wird ein festes Ziel, der Pioneer-Park entführt uns in die Frühzeit von Fairbanks – leider sind die Geschäfte und Fahrattraktionen schon fast alle „closed by Season“. Wiederholt sind wir beim Creamer’s Dairy Field Park laufen (Die Zugvögel sind aber alle schon weg) oder im Tanana Lakes Recreation Gebiet, wo wir Frisbee Kayaking kennengelernt haben. Beim Wanderausflug in ein Naherholungsgebiet führt uns das Navi in eine riesige militärische Kasernenanlage. Als wir den Fehler bemerken, stehen wir quasi schon am Eingangstor und können nicht mehr wenden. Die sehr freundliche, aber strenge Militärpolizei arbeitet ihr Protokoll an uns ab, 4 Soldaten unterschiedlichster Dienstränge untersuchen unsere Papiere, inspektieren unseren Mietwagen und tasten uns ab, dann werden wir von 2 Fahrzeugen hinausbegleitet nach knapp 1 Std., als wir im Wandergebiet dann wieder auf Schilder mit Hinweis auf das militärische Sperrgebiet stoßen, brechen wir die Wanderung entnervt ab. Die weiteren Ausflüge führen uns nach Chatanika, (Golddredge und alte -gräbersiedlung), China Hot Springs und entlang der Goldstream Rd. Vor allem anfangs macht uns große Angst, dass die Stadt sich auf den Winter vorbereitet und wir Gefahr laufen, in den Winter zu geraten. Nicht zuletzt die damalige ungeklärte Zollproblematik, der Versand von Waren nach USA war de facto zum Erliegen gekommen, verunsichern uns. Die Verweildauer im Zolllager ist nicht mehr zu kalkulieren. 

Wir beschließen, die Ersatzteile nach Whitehorse, CA, schicken zu lassen, die oneway gute 1000 km mit dem Mietauto nach Kanada zu fahren und sie selbst abzuholen. Letztlich hat unser lieber Sohn Tobias dann alle Teile bei Markus abgeholt, sie in 2 Koffer gepackt, die Welle als Sperrgepäck zusätzlich und ist selbst nach Whitehorse geflogen. Wir haben uns dort getroffen und alles in unser Mietauto gepackt. Nach kurzer Nacht und Blitz-Sightseeingtour flog er wieder zurück (Oma Ursels 95er Geburtstag war angesagt) und wir fuhren erneut die Route am Kluane Lake zurück zu unserem waidwunden Homey. Völlig problemlose Einreise in die USA, die Ersatzteile waren für den Zoll kein Problem. Wegen dem WE mussten wir 3 Nächte ins Hotel. In der nahegelegenen Brauerei haben wir das „Oktoberfest“ mitgefeiert, dann konnten wir einen wieder rollenden Homey in Empfang nehmen. Zwar war wegen elektronischer Fehlermeldungen die Fahrt nur im manuellen Modus möglich, aber wir waren wieder mobil. Allen Beteiligten nochmals ein ganz großes Dankeschön, toller Job! 

Ausgiebige Wagenwäsche, um endlich den vollgespritzen Schlamm vom Dalton Hwy vom Homey zu waschen, unsere Wäsche haben wir im Waschsalon daneben auch erledigt. Es waren knapp 4w, die sehr an unseren Nerven und unserem Reisebudget gefressen haben. Der geplante Trip nach Eagle, der Top of the World Highway und Dawson City fielen nun der Wintersperre zum Opfer. Pünktlich mit den ersten Schneeflocken verlassen wir Fairbanks, der Alaska-Hwy und Tok sind uns ja sehr vertraut geworden, Ziel ist erstmal Whitehorse und wieder Vertrauen zu gewinnen in unseren Homey.

🇬🇧 Fairbanks welcomes us with rain, and the recommended parking spot now has „No Camping“ signs posted, so we decide to spend the night in the huge parking lot of the baseball stadium.

At Lowe’s hardware store, we look for a solution for our broken steps to the alcove. Kevin T. gives us competent and friendly advice. He is genuinely interested in solving the problem and offers to let us call him if we can’t manage with the tools we have on board. He is a part-time senior employee. Before that, he worked in psychosocial coaching at the university and used to compete in races as a musher with his own dogs. We get the impression that he not only solves our problem, but is also the man that all the other employees turn to when they need help. Thanks again, Kevin, for taking so much time for us. We park in front of the laundry room and do a big load of laundry. At the same time, we repair the stairs, which is time-consuming and laborious with the tools we have on board, but very successful. We are proud of ourselves.

The next day is dedicated to the Museum of the North, which is located on the spacious campus of the university on the northwestern outskirts of the city and impresses us. Unfortunately, the „Magic Bus“ is still undergoing restoration and is not yet open to the public.

We tackle the Dalton Highway in rain and sometimes snow – in retrospect, it was a big mistake to underestimate or ignore the rainy season. We are drawn northwards towards the Arctic Ocean. The Alaska Pipeline is our constant companion. At Yukon Camp, we fill up again and leaf through the brochure with interest, which shows what happens when bears (2005) come to the restaurant to hibernate. They broke in through a poorly secured window and pretty much destroyed the interior in their search for food. After they were spotted entering the building, a hunter searched the building and made short work of them. At Finger Rock, we take advantage of a break in the rain to hike a nice little trail. Beautiful view at Gobblers Knob. The landscape becomes more interesting and mountainous – unfortunately, we only see two animals (rabbits☹️). In Coldfoot, we fill up for the last time before Deadhorse.

The next morning, low clouds, drizzle, the road gets worse. On the other hand, the low vegetation is beautifully colored even without sunshine. We can well imagine how much nicer it would be with sun. Mountain ranges accompany us, sometimes closer, sometimes further away. The pipeline, of course, is always next to the road.

The Atigun Pass (1,444 m) is the watershed between the Arctic Ocean and the Yukon River system. Directly at the pass, the water divides into two completely different drainage areas: 

South side = Atigun River → Sagavanirktok River → Arctic Ocean; North side = Dietrich River → Koyukuk River → Yukon River → Bering Sea

The Atigun Pass challenges us, it is getting foggier and raining more heavily, the road is sinking into mud, and the Sagavanirktok River (Sag) now accompanies us on the right-hand side to Prudhoe Bay. On a stretch of road with sharp rocks, we hit a rock the size of a child’s fist, which pierces the rear left tire: our first flat. It’s cold, it’s raining, we remove the cover from the spare tire and look for the necessary tools. Everything we touch is wet and dirty, and we struggle to jack up the Homey. 

A couple of caribou hunters stop and help us: Floyd from Fairbanks and Heather from Anchorage. Heather in particular is very focused and very skilled with her hands: „First I’ll put my dirt cloth on,“ „I’m a [tough] Alaskan girl [!!]“ – she bought a new jack especially for this hunting trip, which now complements ours perfectly. Not to mention the LED warning light set for safety. They help us selflessly and wonderfully. Once again, thank you very much for your help.

It takes more than two hours in total before we are rolling again. Of course, we take off our wet clothes and drink tea to warm up and combat the cold inside. We drive off the track to the famous „really good“ tar road and call it a day. A gin and tonic à la Magni (…make it strong!) helps us process what we have experienced.

Cars and tents line the roadside everywhere, caribou hunters; here, next to the pipeline, shooting with a rifle is not allowed, so they are all archers who have to pay $700 for a permit to shoot a buck. They pay without knowing whether they will be lucky in their hunt. Female caribou may only be hunted by locals. Some tents also have racks with gutted animals; the meat is obviously hung up to dry and protected by electric bear fences. This also explains why we have only seen caribou in the distance so far.

In the morning, there is sleet and low cloud cover. A good 30 km before Deadhorse, a herd of musk oxen suddenly appears beside the road. Once we arrive in Deadhorse, we first take care of the „Arctic Shuttle.“ This requires a security check involving our travel documents, so we will not be allowed into the restricted area until the next day at the earliest. You are allowed to take swimwear with you on the tour, and towels are provided by the organizer. Two buildings further on, we have our newly fitted tires turned in the correct direction and at the same time change the new tires on the front axle. Unfortunately, there is no replacement tire for our damaged one. Otherwise, Deadhorse is a work station with functional and industrial facilities. Alcohol is prohibited. Everything here is cashless. All the people working here are rotated and flown out every 2-3 weeks. We fill up with the most expensive diesel in the US so far ($7.80/gallon). Back at the security checkpoint, we learn that the Dalton Highway has been closed due to massive road damage caused by rain. Work is underway to repair the road as quickly as possible, as the supply of materials from Deadhorse and Prudhoe Bay depends on it. We retreat to a quiet spot by the river, but are exposed to the noise of the retarders of passing heavy trucks all day and night.

We set off at 6:00 a.m. for the scheduled tour at 6:30 a.m., only to be told that this tour will be combined with the 8:30 a.m. tour because the group has not arrived (road closure). So, another power nap in the Homey before we really get going. Passports are collected again and off we go to the restricted area around Prudhoe Bay. Checking the passes takes quite some time. In winter, there is significantly more activity here, as the frozen roads are easier to use. Sand dunes are used by bears and foxes. There is a lot of driftwood from the Mackenzie River on the beach. It’s too cold for us to go swimming, but we bravely stand with at least our feet in the Arctic Ocean 🥶.

In the 1980s, shortly after the pipeline was completed, up to 2.1 million barrels oil were transported daily. Today, the figure is still a good 350,000 barrels, and the trend is rising due to the permission to frack under President Trump. Most of the pipeline and equipment date back to the 1980s. We drive around the production facilities, are stopped by security, and are warned about a grizzly bear on the loose, but we don’t end up seeing it.

At 11:00 a.m., we are back and decide to head south right away. We see the musk ox herd again, the sandy cliffs of the Sag River, the caribou in the distance, and the hunters with their bows stalking them. We are often waved to the side by their pilot vehicles because of oversized transporters. Later, sleet sets in. We hear a strange noise and take quite a long time to locate it: front right. The brakes feel very hot, so we make an unplanned stop shortly after Atigun Pass, earlier than we had intended.

The next day brings heavy rain, so we rinse the brakes to flush out any sand or small stones. Shortly after setting off, a small bear jumps across the road in front of us. After a few kilometers, the noise returns, clearly coming from the right front wheel, and all the brakes are cold. We use a former gravel pit as a parking spot and inspect the tire. The joint boot or drive shaft boot is defective and everything is clogged with mud and dirt. I quickly decide to hitchhike to Coldfoot to get advice and lubricant from the gas station and service station there. A couple of caribou hunters give me a ride right away. There is no grease in Coldfoot, and the repair shop can more or less only do tires. They advise us to tow the vehicle. A pilot car for oversized transports takes me back. Now I understand why clearing the road is so important, so that heavy trucks with their extra-long and/or extra-wide loads can navigate the curves without any problems. After almost three hours, I’m back at Homey. We discuss how to proceed. After phone calls with various friends (Michael S., Jürgen L., and Jerry H.), we have a plan. We will clean and grease the joint and seal it with a temporary sleeve. 

The next day, an email from our Iveco dealer in OG encourages us, and Jan H. unexpectedly contacts us and confirms our plan. We stop all passing trucks and ask for grease. A short time later, we have a 3/4 full cartridge. Every trucker stopped immediately and was willing to help us. Bruce gave us the partially used cartridge. We jack up Homey and clean and clean again, then apply a large amount of grease. Everything happens in the rain and cold, then sleet again. We can’t fix the cuff back on. At 7:00 p.m., frozen through, we give up. Everything is wet and dirty despite our oilskins and rain pants.

The next morning, the mountains are covered in snow and it’s raining. We use zip bags and duct tape to make a new temporary cuff, which we attach as best we can. The cold isn’t exactly helpful, and the tape doesn’t stick properly. After inspecting the photo, Jerry gives us the thumbs up. We tidy up and warm ourselves. At around 4:30 p.m., we carefully continue our journey through the beautiful landscape. The Dalton Highway is completely soggy and full of potholes. We manage 153 km without any noise and spend the night at Gobblers Knob, having previously refueled and filled up with water in Coldfoot. We observe a huge wolf that keeps its eyes on us as we cross the road. It strides majestically across the road and disappears back into the landscape. It’s still raining the next morning. Around 10:00 a.m., it eases off and autumn reveals itself with its beautiful colors and stunning landscape. A large grizzly bear quickly crosses the road in front of us. The Beaver Slide, with its long, muddy climb, is almost impossible to manage and puts extreme strain on the Homey. A short time later, there is a loud noise and a bang on the right, the front tire is at an angle, and continuing is out of the question – a ball bearing has broken. 47 km before the paved road, we’ve really been hit hard, but at least we’re in a place that’s wide enough for oversized transports to pass. We have to be towed. 

The truckers are incredibly helpful, everyone stops, gives advice, and takes care of us. Via CB radio, there is a relay regarding the timely towing, and suddenly we are given a phone number to call because our preferred company (Ben’s Towing) does not have any free capacity. So we end up with Tug N‘ Grin Towing & Recovery from North Pole, but unfortunately they are currently 2 hours south of Fairbanks. We exchange our live location and see the truck approaching over the next few hours. Bruce, the trucker who gave us the grease, passes us on his way back. All the truckers recommend Trailer Craft in Fairbanks. At 11:15 p.m., the tow truck arrives and pulls us onto the trailer. We are allowed to ride in the front of the cab, where the whole family is accommodated. The daughter sleeps above us, in the double bed, so to speak, while Gabi and I sit in the lower bed and hope that our Homey won’t be thrown off the trailer. The nearly 50 km are grueling, but the potholes in the „good“ tar road and the speed also contribute to our inability to relax and enjoy the ride. In Fairbanks, the driver simply wants to drop us off in front of the workshop. With some effort, I manage to persuade him to position us at the edge of the premises. During the first attempt to unload, the second ball bearing also broke, leaving the wheel almost completely free. With the help of a rolling jack and a secured wheel, we somehow manage to get off the tow trailer. Our nerves are pretty frayed, and it was expensive too. With the help of the jack, we manage to straighten up somewhat and try to get some sleep at 4:00 a.m. It’s Labor Day weekend, which means Monday is a holiday and no one is at work. We clean the solar panels and report to the neighboring business and its security. They allow us to dispose of our trash in their dumpster. They also decide to keep an eye on our car during their regular inspection rounds, which is fine with us. 

We use the holiday to think through the situation and remember Markus Gruse from Offroads-Motorhomes. He and his partner Yannick Scholz will be our main contacts for the next few days, alongside Richard Derry, the boss of Trailer Craft Fairbanks. Derry supports us on site by allowing us to live in the Homey, providing us with electricity and water free of charge, and of course we are also allowed to use the toilets during business hours. It is difficult to narrow down the spare parts, but ultimately Yannick puts together a package so that one missing part does not cause everything to fail. Our Italian military version does not make it any easier; some of the spare parts listed as available cannot be found in the Iveco central warehouse. Markus surpasses himself and finds what he is looking for at the Portuguese military; He even manages to have the parts sent to him. A lot is happening, just not on site. Every day we return to the Homey, which is completely filthy on the outside, with its right front wheel hanging crookedly. Our nerves are not at their best, and the mood is correspondingly tense. Kevin visits us and brings fish he caught himself and homemade zucchini cake with cinnamon, which is really delicious. Thank you very much, also for the comforting words. Things get better when we rent a car and start exploring Fairbanks and the surrounding area. The farmers‘ market on Saturday becomes a regular destination, and Pioneer Park takes us back to the early days of Fairbanks – unfortunately, almost all the shops and rides are already „closed for the season.“ We repeatedly walk at Creamer’s Dairy Field Park (but the migratory birds are all gone) or in the Tanana Lakes Recreation Area, where we got to know Frisbee Kayaking. During a hiking trip to a local recreation area, the navigation system leads us to a huge military barracks complex. When we notice the mistake, we are already at the entrance gate and cannot turn around. The very friendly but strict military police went through their protocol with us, four soldiers of various ranks examined our papers, inspected our rental car, and frisked us, then we were escorted out by two vehicles after about an hour. When we came across signs indicating the military restricted area again in the hiking area, we broke off the hike in exasperation. Further excursions take us to Chatanika (gold dredge and old gravediggers‘ settlement), China Hot Springs, and along Goldstream Rd. Especially at the beginning, we are very afraid that the city is preparing for winter and that we are in danger of getting caught in winter. Not least, the then unresolved customs issues, which had effectively brought shipments of goods to the US to a standstill, unsettled us. The length of time goods would remain in customs storage could no longer be calculated.

We decide to have the spare parts sent to Whitehorse, CA, drive the 1,000 km one way to Canada in a rental car, and pick them up ourselves. In the end, our dear son Tobias picked up all the parts from Markus, packed them into two suitcases, added the shaft as oversized luggage, and flew to Whitehorse himself. We met there and packed everything into our rental car. After a short night and a quick sightseeing tour, he flew back (Grandma Ursel’s 95th birthday was coming up) and we drove back along the route at Kluane Lake to our battered Homey. Entry into the USA was completely hassle-free, and the spare parts were no problem for customs. Because of the weekend, we had to stay in a hotel for three nights. We celebrated Oktoberfest at the nearby brewery, then we were able to pick up our Homey, which was rolling again. Due to electronic error messages, we could only drive in manual mode, but we were mobile again. A big thank you again to everyone involved, great job! 

We gave the car a thorough wash to finally remove all the mud from the Dalton Highway from Homey, and we did our laundry in the laundromat next door. It took almost four weeks, which took its toll on our nerves and our travel budget. The planned trip to Eagle, the Top of the World Highway, and Dawson City fell victim to the winter closure. We left Fairbanks right on time with the first snowflakes. We’ve become very familiar with the Alaska Highway and Tok. Our destination is Whitehorse for now, and to regain confidence in our Homey.

Suche

Weitere
artikel